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Dachstuhlbrand nach Blitzeinschlag

Einsatz: 19. Juni 2019 - 21:59 Uhr bis 20 .Juni, 13:00 Uhr
 

Nach mehreren heißen Tagen bildete sich am Mittwochabend über dem Landkreis Oldenburg eine beeindruckende Gewitterzelle, die mit zahlreichen Blitzen und Regen durch Ahlhorn zog. Doch statt eines üblichen Einsatzes bei dem Wetter, dem Kellerpumpen, lautete um 22.00 Uhr die Alarmierung „Dachstuhlbrand“.

Auf der Anfahrt kam die Rückmeldung von der Leitstelle, dass im Giebel offenes Feuer zu sehen ist, was wir bereits aus weiter Entfernung bestätigen konnten. Das Gebäude, welches sehr abgelegen ist und nur über unbefestigte Straßen zu erreichen war, befand sich im Umbau und war nicht bewohnt. Vermutlich aufgrund eines Blitzeinschlages kam es zum Feuer. Unmittelbar nach dem Eintreffen des ELW und kurz bevor die Wasserführenden Fahrzeuge eintrafen, kam es mehrmals hintereinander zu einer Durchzündung, innerhalb weniger Minuten stand der gesamte Dachstuhl in Vollbrand.

 

Gleichzeitig mit der Feuerwehr Ahlhorn wurde die Feuerwehr Sage alarmiert, sowie der Drehleiterzug aus Cloppenburg, bestehend aus insgesamt vier Fahrzeugen, wovon zwei Wasserführende Fahrzeuge sind. Die Ahlhorner Kräfte bauten unverzüglich eine Löschwasserleitung auf und begannen, das Feuer von außen zu löschen, dabei wurden sie von den Sager Kameraden unterstützt. Währenddessen wurde die Feuerwehr Großenkneten, die zeitgleich einen anderen Einsatz in ihrem Gebiet hatte, hinzu alarmiert. Da das Gebäude sehr abseits liegt, musste ein Pendelverkehr zur Wasserversorgung eingerichtet werden. Nach wenigen Minuten kam die Drehleiter der Cloppenburger hinzu und konnte mit gezielten Löscharbeiten direkt am Dach beginnen. Dabei wurden Dachpfannen zerschlagen, um besser an das Feuer heranzukommen. Mehrere Trupps unter Atemschutz arbeiteten sich langsam ins Gebäude vor, um auch von innen zu löschen.

 

Da bereits zu diesem Zeitpunkt absehbar war, dass sich der Einsatz über mehrere Stunden hinziehen würde, wurde die Schnelleinsatzgruppe SEG der Johanniter hinzugerufen, um alle Kräfte mit genügend Trinken und einer Kleinigkeit zu Essen zu versorgen. Des Weiteren wurde der Gerätewagen Atemschutz aus Ganderkesee alarmiert, um die zahlreichen Atemschutzflaschen unverzüglich wieder einsatzbereit zu machen.

 

Nach etwa zwei Stunden war das Feuer unter Kontrolle und von außen waren nur noch vereinzelt offene Flammen zu sehen. Die Feuerwehr Cloppenburg konnte gegen 1 Uhr die Einsatzstelle verlassen.

Das Feuer hatte sich in der Zeit jedoch in der Isolierung ausgebreitet und zahlreiche Trupps mussten unter großer körperlicher Anstrengung die Glaswolle und den Hartfaserdämmstoff rausreißen und ablöschen. Auch zahlreiche Platten, die im Gebäude gelagert wurden, mussten einzeln auseinandergezogen und gelöscht werden, immer wieder kam es zu Rauchentwicklungen.

 

Gegen 2 Uhr verließ die Feuerwehr Sage die Einsatzstelle, gefolgt von Großenkneten um ca. 3 Uhr. Gegen 3.30 Uhr verließen wir die Einsatzstelle für kurze Zeit, da mehrere Kameradinnen und Kameraden in wenigen Stunden zu ihrer regulären Arbeitsstelle mussten, außerdem mussten die Getränke auf den Fahrzeugen ausgetauscht werden, neue Schläuche wurden benötigt und Wechselkleidung musste organisiert werden.

 

Eine Gruppe aus zehn Leuten kehrte nach kurzer Pause gegen 4.30 Uhr zur Einsatzstelle zurück. Zu der Zeit war bereits wieder offenes Feuer zu sehen. Dieses wurde wieder mit Wasser und Schaum bekämpft, gelagerte Materialien wurden auseinander gezogen und Glutnester abgelöscht. Um 6.30 Uhr verließen auch diese Kräfte die Einsatzstelle, um sich für einige Stunden auszuruhen.

 

Um 10 Uhr fuhr der ELW zur Kontrolle erneut zu der Einsatzstelle. Da wieder eine starke Rauchentwicklung zu sehen war, insbesondere im Dämmmaterial, wurde die Ahlhorner Feuerwehr nochmal alarmiert. Unter Einsatz von Schaum-und Netzmittel wurde wieder für fast drei Stunden gelöscht. Die aufwändigen Löscharbeiten zogen sich somit bis in die Mittagsstunden des Folgetages. Ob die Löscharbeiten tatsächlich abgeschlossen sind, ist zum augenblicklichen Zeitpunkt noch nicht sicher.

 

Insgesamt dauerte der Einsatz bisher über 15 Stunden, es waren ca. 110 Feuerwehrleute vor Ort sowie die Polizei, der Energieversorger und zahlreiche Presseverteter.

 

Einsatzinfo

 

Feuerwehr/en aus der Gemeinde Großenkneten


Weitere Feuerwehr/en im Einsatz

Feuerwehr Cloppenburg
 

Eingesetzte Einsatzfahrzeuge Ahlhorn

 

Einsatzbilder

 

Hinweis

Alle Bilder und Texte unterliegen dem Copyright der Freiwilligen Feuerwehr Ahlhorn und Presswart. Das kopieren der Bilder und Texte ist ohne Zustimmung untersagt. Bei Interesse an den Bildern und Texten nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.
 
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